Unterstützungsmassnahmen Corona Virus

Seil

Massnahmen Kanton Wallis - Verlängerung der kantonalen Unterstützungsmassnahmen zugunsten von Walliser Unternehmen

Die kantonale Entschädigung von maximal 4410 Franken für Selbständigerwerbende, die keinen Anspruch auf Bundeshilfe haben, wird für den Monat Mai beibehalten. Davon betroffen sind Selbstständigerwerbende, deren Reingewinn weniger als 10'001 Franken oder mehr als 90'000 Franken beträgt. Die Bedingungen zum Erhalt der Entschädigung bleiben gleich.


Darüber hinaus wird Selbständigerwerbenden, deren Erwerbsersatz des Bundes am 16. Mai ausläuft, eine halbe kantonale Entschädigung ausbezahlt. Es handelt sich um Selbständigerwerbende, deren AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen zwischen 10'001 und 90'000 Franken liegt.


Ebenfalls bis Ende Mai verlängert wird die Erhöhung des vom Bundesrat gewährten Pauschalbetrags von 3320 Franken für Arbeitnehmende, die in ihrem Unternehmen eine arbeitgeberähnliche Stellung innehaben, bis zu einem Betrag von 5880 Franken gemäss Bedingungen der Erwerbsausfallversicherung EO (bis 80 Prozent des letzten deklarierten AHV-Lohns, maximal 196 Franken pro Tag).

Medienmitteilung der Schweizer Berghilfe

Coronakrise: Die Schweizer Berghilfe gibt sofort 4 Millionen Franken für Kleinbetriebe in Notlagen frei

Adliswil, 14. Mai 2020 – Die Coronakrise trifft auch die Betriebe im Berggebiet hart.Um unkompliziert helfen zu können, hat der Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe 4 Millionen Franken Soforthilfe gesprochen. Kleine Betriebe in den Bergen können so vor dem Konkurs bewahrt und Arbeitsplätze gesichert werden.

Normalerweise unterstützt die Schweizer Berghilfe nur zukunftsfähige Investitionsprojekte.Normalerweise zahlt die Schweizer Berghilfe nichts an laufende Betriebskosten.

Normalerweise leistet die Schweizer Berghilfe Hilfe zur Selbsthilfe. Aber normal ist nichts in Coronazeiten. Und klar ist: Den Klein- und Kleinstbetrieben im Schweizer Berggebiet geht es akut schlecht, und trotz zinsloser Darlehen und Unterstützung des Bundes und der Kantone sind viele von ihnen durch diese Krise in ihrer Existenz bedroht. Gerade kleine Tourismus- und Gewerbebetriebe befinden sich in einer sehr schwierigen Situation.

Deshalb hat der Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe beschlossen, vorerst mit 4 Millionen Franken Soforthilfe solchen Kleinunternehmen zu helfen. Es geht in erster Linie darum, im Berggebiet besonders wichtige Arbeitsplätze zu sichern.

Hilfe für Betriebe, die kürzlich investiert haben In einer ersten Phase – bis abschliessend geklärt ist, welche Hilfeleistungen die betroffenen Betriebe von der öffentlichen Hand erwarten können – beschränkt sich die Unterstützung auf Klein- und Kleinstunternehmen, die in den Jahren 2020 und 2019 bereits von der Schweizer Berghilfe unterstützt worden sind. «Diese Betriebe haben erst kürzlich ihre verfügbaren Mittel in eine Investition gesteckt und haben deshalb jetzt kaum Reserven; sie sind besonders gefährdet und verletzlich», sagt Kurt Zgraggen, Co-Geschäftsführer der Schweizer Berghilfe. «Ausserdem wären auch die bereits ausbezahlten Unterstützungsgelder unserer Spenderinnen und Spender verloren, wenn diese Betriebe Konkurs gehen würden.»

Insgesamt sind es in allen Berggebieten der Schweiz etwa 150 Betriebe, die so auf eine rasche Linderung ihrer finanziellen Notlage hoffen dürfen. Jedes Gesuch wird entsprechend überprüft, die Sofortunterstützung pro Fall beträgt höchstens 50'000 Franken. Auf eine zusätzliche Prüfung der Projekte vor Ort durch ehrenamtliche Expertinnen und Experten wird allerdings verzichtet, da diese die Gesuchsteller und ihre Betriebe bereits persönlich gut kennen.

«Diese erste ausserordentliche Unterstützung wird zahlreichen Betrieben eine neue Perspektive geben und viele wertvolle Arbeitsstellen im Berggebiet sichern», sagt Stiftungsratspräsident Willy Gehriger. Er deutet aber auch an, dass die bereits gesprochenen 4 Millionen Franken Soforthilfe nicht ausreichen. «Wir behalten die Situation genau im Auge, und wenn es nötig wird, dann folgt auf diese erste Phase eine zweite.»

Die Schweizer Berghilfe ist eine ausschliesslich durch Spenden finanzierte Stiftung mit dem Ziel, die Existenzgrundlagen und Lebensbedingungen der Schweizer Bergbevölkerung zu verbessern. Die Unterstützung trägt dazu bei, der Abwanderung aus dem Berggebiet entgegenzuwirken. Die Unterstützung der Schweizer Berghilfe löst ein Mehrfaches an Investitionen aus, die primär beim lokalen Gewerbe Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. Die Schweizer Berghilfe trägt das Gütesiegel der Stiftung Zewo.


Stelle für weitere Informationen:

Kilian Gasser

Medienstelle Schweizer Berghilfe

Soodstrasse 55, 8134 Adliswil

Mobil 079 443 55 21, kilian.gasser@berghilfe.ch

Kurzarbeit infolge Corona Virus

Dauer Bewilligung

Der Bundesrat hat im März die Verlängerung aller Gesuche auf Kurzarbeit auf 6 Monate bekannt gegeben. Die nach dieser Bekanntgabe gefällten Entscheide gelten jeweils bis Ende August.

Bewilligungen die vor dem Entscheid des Bundesrates seitens des Kantons ausgestellt wurden, sind teilweise nur bis Ende Mail gültig.


Arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner

Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen entfällt der ausserordentliche Anspruch auf Kurzarbeit auf Ende Mai.Zum gleichen Zeitpunkt erlischt auch der Anspruch auf Kurzarbeit für Lernende.


Voranmeldefrist

Weiter wird auch die Voranmeldefrist ab dem 01. Juni wieder eingeführt. Diese wurde aufgehoben, da die verordneten Einschränkungen für Unternehmen nicht vorhersehbar waren. Unterdessen sind die bundesrätlichen Massnahmen bekannt und deren Auswirkungen auf die Betriebe besser einschätzbar. Für die Unternehmen ist es somit möglich, die Voranmeldung unter Einhaltung der Voranmeldefrist vorzunehmen. Unternehmen, für welche Kurzarbeit bereits bewilligt wurde, müssen aufgrund dieser Anpassung kein neues Gesuch einreichen.


Corona Verordnung

Die übrigen notrechtlichen Massnahmen enden wie vorgesehen per 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19). Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Coronavirus das Instrument der Kurzarbeit nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Auch geschlossene Betriebe erhalten weiterhin Kurzarbeitsentschädigung – unter gewissen Bedingungen.

Der Bundesrat hat bestätigt, dass es auch ab dem 11. Mai 2020 weiterhin möglich ist, Kurzarbeitsentschädigung zu erhalten, selbst wenn ein Betrieb geschlossen bleibt. Folgendes ist zu beachten:

Aufgrund des Schadenminderungsprinzips muss der Betrieb, der Kurzarbeitsentschädigung für seine Angestellten verlangt, aufzeigen können, dass er alle vernünftigerweise zumutbaren Massnahmen getroffen hat, um den Schaden der Arbeitslosenversicherung zu vermindern und die Weiterführung der Arbeit zu ermöglichen (weshalb er im Normalfall die Führung seines Betriebs wieder aufnehmen muss, sobald die Wiedereröffnung bewilligt ist).

Ein geschlossener Betrieb hat auch nach dem 11. Mai 2020 Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn er aufzeigen (plausibel machen) kann, dass die Wiedereröffnung des Betriebs mit Verlusten verbunden wäre und zu einem erhöhten Risiko von Entlassungen oder einer definitiven Schliessung führen würde. Im Weiteren ist es auch aus folgenden Gründen möglich, geschlossen zu bleiben: Wenn es objektiv unmöglich ist, die erforderlichen Hygienemassnahmen einzuhalten oder wenn der Betrieb nur eingeschränkt zugänglich ist (weil er nur von Transportmitteln bedient wird, die noch geschlossen bleiben müssen).

Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung kann auch weiterhin geltend gemacht werden, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen nur eingeschränkt öffnen kann (z.B. eingeschränkte Öffnungszeiten, eingeschränktes Angebot). Für Mitarbeitende, welche nach wie vor nicht eingesetzt werden können, gibt es somit weiterhin Kurzarbeitsentschädigung.


Sämtliche Formulare für Kurzarbeitsentschädigung finden Sie unter:

https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/formulare/fuer-arbeitgeber/kurzarbeitsentschaedigung.html/

https://www.vs.ch/de/web/sict/kae-coronavirus

https://www.vs.ch/de/web/sict/kurzarbeit


Selbständigerwerbende

Nach dem Bundesratsentscheid zur schrittweisen Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus wird Selbstständigerwerbenden, die ihren Betrieb am 27. April oder am 11. Mai unter bestimmten Schutzmassnahmen wieder öffnen dürfen, die Entschädigung bis und mit 16. Mai ausgerichtet. Dies gilt auch für Selbstständigerwerbende, die indirekt von den Massnahmen gegen das Coronavirus betroffen sind (Härtefallregelung). Sie brauchen nichts zu unternehmen: Die Ausgleichskassen werden die Leistungen nach dem 16. Mai einstellen.


Selbstständigerwerbende, deren Betrieb auch nach dem 11. Mai wegen der behördlichen Anordnungen geschlossen bleiben muss, haben weiterhin Anspruch. Die Ausgleichskassen können aber nicht automatisch feststellen, ob der Betrieb weiterhin geschlossen ist oder nicht. Daher werden die Ausgleichskassen alle Selbstständigerwerbenden entsprechend informieren und diejenigen Selbständigerwerbende, deren Betrieb weiterhin geschlossen ist, auffordern, sich zu melden.


Bei Selbständigerwerbenden, die vom Veranstaltungsverbot betroffen sind, wird der Anspruch auch nach dem 11. Mai weiter bestehen. Die Ausgleichskassen werden die Leistungen weiterhin ausrichten. Eine weitere Anmeldung dazu ist nicht notwendig.

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